Renommierte Münchner Hotels engagieren Nachwuchsdesigner für anstehende Renovierungsarbeiten. Das klingt erst einmal riskant – doch weit gefehlt: Die Ausbildung zum Hotel- und Tourismusmanagement-Assistenten auf der Kermess Berufsfachschule in Pasing sieht genau diese Projektaufgabe vor. Ein Highlight der Projektarbeit: der Besuch im Hotelkompetenzzentrum. Denn die voll begehbaren Hotelzimmer bieten viel Inspiration – und sie zeigen: Funktion und Ästhetik passen harmonisch unter eine Zimmerdecke. Aber nicht nur Berufsfachschulen lassen sich von den Konzepten im Hotelkompetenzzentrum inspirieren.

Auch bei Studien-Exkursionen steht das Zentrum hoch im Kurs. Über die Gründe haben wir uns mit Prof. Dr. Dipl.-Ing. Jan Specht unterhalten. Er ist Studiengangsleiter für Hotel- und Gastronomiemanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg – und mit seinen Studierenden regelmäßig Gast im Hotelkompetenzzentrum.

Woher kennen Sie das Hotelkompetenzzentrum?

Einer unserer Dozenten, dessen Unternehmen Kooperationspartner des Hotelkompetenzzentrums ist, hat mir in 2013 davon erzählt. Als ich dann Herrn Peter kennenlernte und mehr über das Konzept erfahren habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Kurze Zeit später haben wir mit der ersten Gruppe Studierender die Anlage in Oberschleißheim besucht. Es ist toll zu sehen, was sich seitdem alles getan hat.

Was sind die Beweggründe Ihres Besuches mit den Studierenden im Hotelkompetenzzentrum?

Neben dem Personal gehört die Immobilie zu den wichtigsten Ressourcen in der Hotellerie. Deshalb haben wir an der DHBW Ravensburg ein Seminar konzipiert, das sich gezielt mit dem lebenszyklusorientierten Management von Hotelimmobilien befasst. Der Besuch im Hotelkompetenzzentrum rundet unser Seminar ab und macht bestimmte Inhalte und Zusammenhänge für die Studierenden greifbarer und damit besser verständlich.

Welchen Mehrwert/Nutzen haben die Studierenden durch den Besuch?

Alle Teilnehmer der Exkursion ins Hotelkompetenzzentrum studieren im dritten Jahr Hotel- und Gastronomiemanagement und verbringen in diesem Rahmen die Hälfte Ihres Studiums bei einem Dualen Ausbildungspartner. Dazu gehören Ketten, ebenso wie eigentümergeführte Hotels und Jugendherbergen, ebenso wie die Luxushotellerie. Im Seminar zeigt sich immer wieder, dass ein großer Teil der Studierenden bereits erste Erfahrungen mit Um- oder Anbaumaßnahmen im eigenen Haus gemacht hat. Dabei waren der Prozess und die Resultate nicht immer zufriedenstellend. Neue Lösungsansätze kennenzulernen, stößt deshalb bei den Studierenden auf großes Interesse und der Besuch im Hotelkompetenzzentrum wird durchweg positiv gesehen und kommentiert.

Welche kritischen Fragen stellen sich die Studierenden? Über welche Themen und Schwerpunkte wird diskutiert?

Wenn die Studierenden durch die Hoteletage des Zentrums streifen und dabei alles anfassen und ausprobieren, fallen häufig anerkennende Sätze wie: „das würde ich mir für unser Hotel auch wünschen“ oder „das wäre genau das richtige für unsere Gäste“ Aber auch kritische Äußerungen sind zu hören: „wie soll man das denn Putzen“ oder „das hätte ich aber anders gemacht …“ Hier zeigt sich die Praxisnähe und der Bezug der Dualen Studierenden, zum eigenen Unternehmen. Meist waren sie zu diesem Zeitpunkt schon selbst in allen Abteilungen des Hotels tätig und kennen die Herausforderungen des Tagesgeschäfts. So demonstrieren die Kommentare auch, welch wichtige Lücke das Hotelkompetenzzentrum – als „begreifbare“ Informationsplattform – zu schließen vermag. Deshalb freuen wir uns, unseren Studierenden diese Erfahrung ermöglichen zu können und dabei immer wieder so herzlich empfangen zu werden. Ein großes Dankeschön dafür ans ganze Team!

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