Symbiose zwischen Barrierefreiheit und stilvollem Ambiente

von | 18.07.2016

Seit Kurzem zeigt das Hotelkompetenzzentrum ein neues Hotelzimmer, das durch seine schlichte Eleganz beeindruckt und Barrierefreiheit neu definiert: Durch hochwertige Materialien, intelligenten Details und viel Bewegungsfreiheit.

Seegrüne Wände, dunkles Holzdekor harmonieren mit dem grau-grünen Teppichboden und dem grafischen Rautenmuster auf der Betthousse. Konsequenterweise wiederholt es sich in den Kissen und dem Vorhang – dezent und unaufdringlich in der Anmutung. Genau hingeschaut, fallen Details ins Auge.

Fisch-Zimmer3-Hotelkompetenzzentrum

Schmückt hier eine Fisch-Statue, nicht größer als ein 30-Zentimeter-Lineal den Nachtkasten, während die indirekt beleuchtete Ablage oberhalb des schlichten Schreibtisches drei bläulich schimmernde Dekoflaschen mit Glasverschlüssen in Fischform zieren – auch hier wird der Bogen zur seegrünen Wandfarbe gespannt. Dekoration und Farben fügen sich gemeinsam mit der Boden- Wand- und Deckengestaltung sowie der innenarchitektonischen Ausstattung zu einem Gesamtkonzept.

 

„Bei uns hat der Gast die Möglichkeit bequem im Bett zu liegen und von dort direkt alle Lichtquellen im Raum zu steuern, sein Handy über eine USB-Steckdose zu laden oder einfach nur die Vorhänge zu schließen.“

Matthias Windolf

Leiter, XXXL Neubert Hoteleinrichtung

Matthias Windolf, Leiter der XXXL Neubert Hoteleinrichtung erklärt das gestalterische Grundkonzept des neuen Hotelzimmers im Hotelkompetenzzentrum als eine Symbiose zwischen Barrierefreiheit und stilvollem Ambiente: „Besonders Wert haben wir darauf gelegt, dass genügend Bewegungsfreiheit im Raum existiert und bewusst hochwertige Bezugstoffe und Materialien ausgewählt.“

XXXL Neubert Hoteleinrichtung zeigt als neuer Partner des Hotelkompetenzzentrums in Oberschleißheim mit diesem Zimmer, dass sich Barrierefreiheit und stilvolles Wohlfühlambiente nicht ausschließen. Im Gegenteil: zeitlos, elegant kommt das Zimmer daher, das mit einer unaufdringlichen seegrünen Wandfarbe farbliche Akzente setzt.

Wird seegrün der neue Trend? Windolf winkt ab, spricht auch nicht gerne von Trend:

„Den Begriff Trend benutzen wir im Allgemeinen sehr ungern, weil er eine Art kurzfristige Entwicklung in eine bestimmte Richtung beschreibt. Eine Investition in eine Hoteleinrichtung ist aber eher eine Mittel- bis Langfristige, daher sollte die Einrichtung auch darauf abgestimmt sein.“

Und das ist sie, wie im Hotelkompetenzzentrum unschwer zu erkennen ist. Das Zimmer beeindruckt durch sein zeitlos, modernes Design und ist auf Langlebigkeit ausgerichtet.

(Foto: XXXL Neubert Hoteleinrichtung)

Langlebig, nachhaltig und Allergiker-freundlich

Hoteliers, die in ein neues Zimmer-Design investieren, kalkulieren strategisch langfristig:

„Schließlich investiert er mit dem Umbau in seine Zukunft“,

wie Objekteinrichtungs-Spezialist Windolf bestätigt. Da kommt es darauf an, dass das Material die Dauerbeanspruchung mitmacht, ohne dabei das elegante Gesicht zu verlieren. Deshalb sind die Möbel, wie beispielsweise das Bett aus robustem Melaminharz beschichteten Platten gefertigt, die laut Windolf auch nach jahrelangem Gebrauch ihre Optik noch beibehalten.

Die Trägerplatten dazu stammen aus PEFC-zertifizierten Wäldern, ein Programm zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, und kommen fast ausschließlich aus heimischen Wäldern und Restholz. Selbst beim Transport achtet Hoteleinrichter XXXL Neubert laut eigener Aussage darauf, dass der Warenverkehr weitgehend über die Schiene abgewickelt wird.

 

FENIX NTM für Oberflächen

Das extrem matte Nanotech-Material wurde von Arpa Industiale für die Raumgestaltung entwickelt. Die Oberfläche wird durch Elektronenstrahlhärtung, einer speziellen Nanotechnologie sowie einer neuen Generation von Acrylharz hergestellt. Dadurch zeichnet es sich durch seine besondere Widerstandsfähigkeit aus. Es ist sehr beanspruchbar, kratzfest und kann durch ein thermisches Verfahren repariert werden. Dank der geringen Lichtreflexion ist FENIX NTM (Nanotech Matt Material) extrem matt, was der Oberfläche einen samtig weichen Touch verleiht. Dank Nanotechnologie bleiben keine Fingerabdrücke zurück.

Solution dyed-Fasern für Teppichböden

Beim Solution dyed-Verfahren wird die Farbe direkt in die Faser des Teppichbodens eingebracht und nicht wie üblich von außen aufgetragen. Deswegen eignen sich diese Böden besonders für schmutzanfällige Bereiche. Solution dyed-Böden sind gegen chlorhaltige und desinfizierende Reinigungsmittel resistent, farbbeständig, langlebig und sehr strapazierfähig. Selbst bei Druckstellen regeneriert sich die Faser schnell. Auch UV-Strahlung und Farbvergilbung können diesen Böden nichts anhaben.

Als Oberfläche, etwa auf dem Schreibtisch und den Nachtkonsolen, kommt FENIX NTM zum Einsatz. Das neue Nanotech-Material ist sehr beanspruchbar, abrieb- und kratzfest, antibakteriell und antistatisch.

Neben der Möblierung wurde auch bei der Wahl des Teppichs zum einen auf Nachhaltigkeit Wert gelegt, zum anderen auf Allergikerfreundlichkeit. Der Bodenbelag besteht komplett aus Recyclingfasern, die aus Fischernetzen und postindustriellen Faserabfällen hergestellt werden. Laut Windolf bietet das Material eine optimale Umweltbilanz.

Zudem befinden sich im Bodenbelag Silberionen, die gegen Milben und Bakterien wirken. Dank der Herstellung nach dem Solution dyed-Verfahren trotzt der Teppichboden UV-Licht und aggressiven Reinigungsmitteln. Der Objekteinrichter reagiert damit auf die Problematik ausbleichender Teppiche, mit der Hotels häufig zu kämpfen haben.

 

Technische Ausstattung

Wird ein Hotelzimmer geplant, stehen dem ausführendem Designer oder Innenarchitekt eine fast grenzenlose Bandbreite an technischen Möglichkeiten zur Verfügung. Allerdings darf dabei Matthias Windolf von XXXL Neubert Hoteleinrichtung zu Folge eines nicht vergessen werden – der Gast: „Nicht jeder Gast ist vertraut mit technischen Innovationen. Wenn Schranktüren nur über versteckte Schalter zu öffnen sind oder man erst sämtliche Knöpfe drücken muss, um den Lichtschalter zu finden, dann entspricht es nicht dem Motto – reinkommen und wohlfühlen.“

Die Technik soll zwar den Aufenthalt im Hotel angenehm gestalten, aber für jeden verständlich bleiben. „Bei uns hat der Gast die Möglichkeit bequem im Bett zu liegen und von dort direkt alle Lichtquellen im Raum zu steuern, sein Handy über eine USB-Steckdose zu laden oder einfach nur die Vorhänge zu schließen“, erklärt Windolf. Besonders praktisch: Das LED-Licht unter den Bettablagen im neuen Zimmer im Hotelkompetenzzentrum. Die sensorbetriebene Beleuchtung erlaubt dem Gast in der Nacht aus dem Bett ein- und auszusteigen, ohne das Raumlicht einschalten zu müssen. Der Partner im Bett wird dadurch nicht gestört – ein Detail, das manchem sicherlich einen ruhigen, unterbrechungslosen Schlaf beschert.

Matthias-Windolf-XXLNeubert

Interview:

Drei Fragen zur Entwicklung des deutschen Hotelmarkts an Matthias Windolf, Leiter der XXXL Neubert Hoteleinrichtung

 

Hotelkompetenzzentrum: Wie schätzen Sie das Potenzial für Hotel-Neu- und Umbauten im deutschen Markt ein?

„Sehr gut. Die in Deutschland weiterhin zunehmenden Übernachtungszahlen, sowie der anhaltende Niedrigzinssatz machen sich deutlich in der Investitionsbereitschaft im Hotelgewerbe bemerkbar.“

Hotelkompetenzzentrum: In welche Richtung entwickelt sich der Markt? Hin zu hochpreisigen Zimmerangeboten oder eher das Gegenteil?

„Sowohl als auch. Die Urlaube werden kürzer, dafür gibt man gerne etwas mehr Geld für Luxus und gutes Essen aus, wovon die gehobene Hotellerie profitiert. Einen weiteren Trend sehen wir dagegen im Low-Budget- Bereich. Design für wenig Geld ist hier angesagt, was vornehmlich bei den Stadthotels umgesetzt wird. Dies spricht vor allem die jüngere Generation oder Städtereisende an. Letztendlich gibt es unter anderem den Businessreisenden, der gerne von allem etwas haben möchte. Hiervon profitiert die mittlere bis gehobene Hotellerie.“

Hotelkompetenzzentrum: Konzentrieren Sie sich auch auf den internationalen Hotelmarkt?

„Weniger. Die Nachfrage ist für uns national so groß, dass wir momentan nur auf Kundenwunsch international tätig werden.“

(Foto: XXXL Neubert Hoteleinrichtung)

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