Prager Organic: Objektmöbel mit Kurven

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Prager Organic heißt das innovative Produktionsverfahren des Schreinerbetriebs Prager. Dank einer speziellen Hartschaum-Technik lassen sich nahezu alle Formen realisieren. Architekten, Innenarchitekten und Designer können damit ihren Ideen bei der Möbelgestaltung freien Lauf lassen. Den ersten Prototyp gibt es seit Neuestem im Hotelkompetenzzentrum zu sehen.

Bei den Rundungen schaut jeder hin – nicht nur Männer. Der Tresen von Prager Organic beeindruckt durch seine organisch, geschwungene Forum, die fließenden Übergänge von der Tischplatte zu den tragenden Elementen und der hochglänzenden Oberfläche. Dem Betrachter erschließt sich nicht, aus welchem Material das Möbel besteht. Laut Hersteller soll es vor allem als Objektmöbel zum Einsatz kommen.

Umso erstaunter sind die Besucher, wenn sie hören, dass der Korpus des Hochglanz-Stückes aus Styropor hergestellt wurde.

Ja richtig – Styropor, also genau genommen Hartschaum in B1 Qualität. B1 steht dabei für das Brandverhalten von Baustoffen und bedeutet laut Baustoffklasse DIN 4102-1 schwerentflammbar. Gerade für den Objektbereich, unter anderem dem Hotelbau, ist diese Eigenschaft ein wichtiges Argument.

 

 

„Das Möbel muss jedoch so geplant werden, dass es noch transportiert werden kann“

Louis Abé

Geschäftsführer, Prager

Eyecatcher Objektmöbel

Keine Frage, der geschwungene Tresen von Prager Organic hat sich im Hotelkompetenzzentrum bereits zu einem echten Hingucker entwickelt. „Der Tresen macht was her“, sagte ein Besucher bewundernd,  „Das sieht toll aus“, ein Anderer. Die Form des Objektmöbels ist laut Louis Abé, Geschäftsführer von Prager, frei wählbar.

„Wir fräsen aus Styroporblöcken die Möbelform nach Kundenwunsch.“

Theoretisch ist jede Form denk- und umsetzbar. Denn die Konstruktionsdaten des geplanten Möbels werden mit einer CAD-Software erstellt und als 3D-Model an Prager übermittelt. Der Hersteller stimmt dann Form und Funktion aufeinander ab und simuliert das Objektmöbel mit einem Computerprogramm. Anschließend wird eine CNC-Fräse mit den Daten gefüttert und beginnt aus einem Hartschaumblock die Form heraus zu fräsen. Auch Hohlräume, beispielsweise für Regalöffnungen können somit problemlos in das Objektmöbel integriert werden.

Je nach Dimension des geplanten Möbelstücks werden einzelne Hartschaumteile aneinander geklebt. Ein Block ist 2 x 1 Meter groß.

 „Somit sind der Größe eines Objektmöbels eigentlich keine Grenzen gesetzt“, sagt der Geschäftsführer.

 

(Foto: Prager)

Formen grenzenlos

Dank der Hartschaum-Technik können Architekten, Innarchitekten und Designer ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wo das klassische Schreinerhandwerk auf Grund der Beschaffenheit des Werkstoffs Holz an seine Grenzen stößt, geht es beim Möbel-Fräsen erst richtig los. Rundungen, Bögen, Kurven oder andere organische Formen lassen sich nahezu mühelos realisieren. Auch bei der Gestaltung der Oberfläche ist Vielfalt angesagt.

Auf den fertigen Hartschaumblock wird zuerst eine 2 mm dicke Schicht aufgetragen, die innerhalb von Sekunden aushärtet und das Objektmöbel mit einer schlagfesten, belastbaren Oberfläche versiegelt. Danach kann der Kunde den finalen Look aus einer Vielzahl von Acryl-Effektlacken wählen, die in mehreren Arbeitsschritten aufgetragen werden. Beim Tresen im Hotelkompetenzzentrum handelt es sich um eine verchromte Oberfläche.

„Wir wollten zeigen, was wir alles machen können“, erklärt der Geschäftsführer von Prager. „Natürlich können wir auch beispielsweise eine weiß glänzende Oberfläche fertigen.“

 

 

Bei der Planung eines organischen Möbelstücks ist also eine gehörige Portion Kreativität und Mut zu Rundungen gefragt. Kein Wunder, dass Prager Organic bei der Vermarktung seiner individuellen Objektmöbel mit dem Claim „Form follows Fantasy“ wirbt. Die Gestaltungsmöglichkeiten mit den Hartschaumblöcken sind grenzenlos. Übrigens, das Originalzitat „Form follows function“, sprach der bekannte amerikanische Architekt Louis Sullivan aus. Er gehörte im 19. Jahrhundert zu den ersten Planern, die Hochhäuser entwickelten.

Branding durch Design

Eine ungewöhnliche Formsprache ist gerade im Hotelbau ein Alleinstellungsmarkmal und die Möglichkeit, sich von Mitbewerbern zu unterscheiden: „Hotels müssen sich abheben können“, bestätigt auch Abé. Die Vorteile sind klar: Ungewöhnliches Design zieht Blicke auf sich und hat einen markenbildenden Effekt. Steht beispielsweise ein Objektmöbel mit fließenden Formen in der Hotellobby, ist der Aha-Effekt garantiert. Gäste bleiben stehen, bewundern Form und Oberfläche und lassen sich eventuell an der Rezeption erklären, wie dieses Möbelstück entstanden ist. Im Unterbewusstsein prägt sich der Hotelgast dieses visuelle Erlebnis ein – das Objektmöbel entwickelt sich zum Hingucker und steigert damit den Widererkennungswert eines Hauses. Im Idealfall verbindet der Gast das Objektmöbel künftig mit dem Hotelnamen als Zeichen für Innovation. Somit kann ein mutig geplantes Möbelstück die Markenbildung eines Hauses unterstreichen.

Fotos: Prager, Hotelkompetenzzentrum

 

 

Neugierig geworden? Schauen Sie sich das Objektmöbel von Prager live im Hotelkompetenzzentrum an. Vereinbaren Sie einen Termin.

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